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Wie ist das Projekt entstanden?

Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet das Frauenzentrum "Lila Villa" mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Christel Hartinger aus Leipzig. Durch ihre berufliche Tätigkeit mit ihrer Kollegin Hannelore Schröder aus Amsterdam und der Filmemacherin Gabriele Schärer aus der Schweiz verbunden, trafen sich hier drei engagierte Frauen, die die Autorin Irmtraud Morgner schätzen und verehren.

Gemeinsam war ihnen das Anliegen, deren 70. Geburtstag gebührend zu würdigen. Da wir in unserem Haus über viele Jahre Veranstaltungen zum Leben und Schaffen berühmter und auch weniger berühmter Frauen durchführen, nahmen wir diesen Gedanken gerne auf. Schon nach wenigen Beratungen nahm unser Projekt Gestalt an.
Überraschend und erfreulich ist es für uns, wie viele Menschen unserem Anliegen aufgeschlossen gegenüber stehen. Bei Lesungen konnten wir immer wieder erleben, wie lebensnah und erfrischend die Texte der Irmtraud Morgner auf das Publikum wirken, auch wenn der gesellschaftliche Hindergrund heute ein ganz anderer ist, als in ihren Büchern.

Was haben wir bisher erreicht?

Im Januar 2002 wurde der Arbeitskreis "Irmtraud Morgner" gegründet. Hier arbeiten VertreterInnen zahlreicher Institutionen und des öffentlichen Lebens der Stadt Chemnitz zusammen, um unser Projekt
zu unterstützen und Veranstaltungen vorzubereiten.

Am Wohnhaus von Irmtraud Morgner, Frankenberger Straße 104 in Chemnitz, wurde zu Ehren ihres
70. Geburtstages 2003 eine Gedenktafel angebracht.

Am 24. Februar 2004 wurde die "Tafelrunde Irmtraud Morgner" im Frauenzentrum "Lila Villa" gegründet. Damit entstand ein Gremium, dass dem Arbeitskreis beratend zur Seite steht, wobei sich Förderer aus dem In- und Ausland in Chemnitz zusammenfinden.

Im Verlauf von zwei Jahren haben wir ca. 20 Veranstaltungen verschiedenster Art in Chemnitz, Leipzig und Berlin durchgeführt. Veranstaltungsorte in Chemnitz waren z.B.: das Schauspielhaus, die Technische Universität, die Stadtbibliothek, die Thalia-Buchhandlung, das Clubkino Siegmar u.a. mehr. Gäste waren dabei z.B.: Frau Prof. Dr. Eva Kaufmann aus Berlin, Frau Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt aus Leipzig, Frau Brigitte Strutzik, Autorin aus Berlin.

Im Zuge einer umfassenden Recherchearbeit wurden viele Informationen zum Leben von Irmtraud Morgner zusammengetragen und archiviert. Diese stehen Interessierten jederzeit zur Verfügung.
Es bestehen vielfältige Beziehungen zu Personen und Institutionen die dem schriftstellerischem Werk und der Autorin Irmtraud Morgner verbunden sind.

Welche Pläne haben wir?

Unsere Arbeit wird mit den Feierlichkeiten zum 85. Geburtstag Irmtraud Morgners, aber auch Brigitte Reimanns und Maxie Wanders nicht zuende gehen.
Wir werden weiter zum Leben von Irmtraud Morgner recherchieren, sowohl in Chemnitz wie auch in Leipzig, Berlin und in der Schweiz. LebenszeugInnen werden befragt und die Daten archiviert und gesammelt.
Wir suchen auch weiterhin den Kontakt mit interessierten Verlagen, um dort unser Projekt vorzustellen und eine Neuauflage der Werke Irmtraud Morgners zu erreichen.
In den vergangenen Jahren hat sich ein internationales Netzwerk von engagierten Menschen zusammengefunden. Uns verbindet nicht nur die Liebe zu Literatur und Kunst, sondern auch die Freude am Gespräch, an der produktiven Auseinandersetzung.
Besonders wichtig ist uns, weiterhin mit der Brigitte-Reimann-Gesellschaft in Neubrandenburg zu kooperieren und auch zukünftig die die ebenfalls 1933 geborenen Schriftstellerinnen Maxi Wander und Brigitte Reimann zu würdigen.

Wer unterstützt uns ?

Kulturbüro Chemnitz, Stadtbibliothek Chemnitz, TU Chemnitz, Buchhandlung Universitas,
Brigitte-Reimann-Gesellschaft Neubrandenburg, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Wir möchten uns bei allen engagierten Einzelpersonen, Ämtern und Institutionen bedanken, die uns bislang unterstützt haben.

 

Nachruf

  hartinger  
 

Christel Hartinger – in memoriam

 
 

Im Dezember 2016 bekamen wir die Nachricht vom Tod Christel Hartingers.
Tief betroffen kamen wir in der Lila Villa zusammen, - und wir erinnerten uns an Christel, an die letzte Tafelrunde mit ihr in der Lila Villa am 22. Oktober 2016. Unsere Gedanken waren und sind bei Christel, ihrem Ideenreichtum, ihrer Kraft, ihrem Wirken weit über ihre Stadt Leipzig hinaus.
Christel Hartinger hat auch in Chemnitz viel bewegt. Sie ist Initiatorin des Irmtraud Morgner Projektes. Es entstand aus den Überlegungen der Wissenschaftlerin Hannelore Schröder aus Amsterdam zusammen mit Christel Hartinger. Beide waren zu Beginn der 2000er Jahre der Meinung, dass es an der Zeit wäre, Irmtraud Morgner zu ihrem 70. Geburtstag 2003 ein Denkmal zu setzen. Zunächst kam Leipzig in Frage. Aber nachdem Christel am Fest der Frauen in Frankfurt als Irmtraud Morgner teilgenommen hatte und dort auf die Mitbegründerin der Lila Villa, Andrea Franke traf, vertrat Christel Hartinger mit Vehemenz die Idee, das Denkmal in Chemnitz zu errichten, in der Geburtsstadt Irmtraud Morgners. Andrea Franke war Feuer und Flamme – und es kam zur Etablierung des Irmtraud Morgner Projektes in Form erster Recherchen zu Leben und Wirken der Schriftstellerin und der halbjährlich stattfindenden Tafelrunden. Wir fanden ehemalige MitschülerInnen Irmtraud Morgners, WeggefährtInnen und KollegInnen - auch ihr Sohn David Morgner war zu Gast in der Lila Villa.
In den bis heute stattgefundenen 26 Tafelrunden näherten wir uns Irmtraud Morgner auf sehr unterschiedliche Weise, immer war Christel Hartinger federführend, inspirierend und verbindend. Die Einweihung des DenkMals für Irmtraud Morgner erfolgte erst auf der großen internationalen Geburtstagsfeier zu Morgners 75. Geburtstag. Inzwischen wurde das Irmtraud Morgner Projekt – der Idee Christel Hartingers folgend – auch auf die ebenfalls 1933 geborenen Schriftstellerinnen Brigitte Reimann und Maxie Wander erweitert sowie auf die 1911 verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf.
Christel Hartinger hat mit ihrem außerordentlichen literarischen und politischen Wissen, ihrem Geschichtsbewusstsein, ihrem Organisationstalent und ihren Verbindungen in die literarische Szene für ein hohes Niveau des Irmtraud Morgner Projekts gesorgt. Sie war uns Freundin und enge Vertraute.
Wir werden sie vermissen.


Die Mitglieder des Arbeitskreises Irmtraud Morgner