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Christel Hartinger – in memoriam

 
 

Im Dezember 2016 bekamen wir die Nachricht vom Tod Christel Hartingers.
Tief betroffen kamen wir in der Lila Villa zusammen, - und wir erinnerten uns an Christel, an die letzte Tafelrunde mit ihr in der Lila Villa am 22. Oktober 2016. Unsere Gedanken waren und sind bei Christel, ihrem Ideenreichtum, ihrer Kraft, ihrem Wirken weit über ihre Stadt Leipzig hinaus.
Christel Hartinger hat auch in Chemnitz viel bewegt. Sie ist Initiatorin des Irmtraud Morgner Projektes. Es entstand aus den Überlegungen der Wissenschaftlerin Hannelore Schröder aus Amsterdam zusammen mit Christel Hartinger. Beide waren zu Beginn der 2000er Jahre der Meinung, dass es an der Zeit wäre, Irmtraud Morgner zu ihrem 70. Geburtstag 2003 ein Denkmal zu setzen. Zunächst kam Leipzig in Frage. Aber nachdem Christel am Fest der Frauen in Frankfurt als Irmtraud Morgner teilgenommen hatte und dort auf die Mitbegründerin der Lila Villa, Andrea Franke traf, vertrat Christel Hartinger mit Vehemenz die Idee, das Denkmal in Chemnitz zu errichten, in der Geburtsstadt Irmtraud Morgners. Andrea Franke war Feuer und Flamme – und es kam zur Etablierung des Irmtraud Morgner Projektes in Form erster Recherchen zu Leben und Wirken der Schriftstellerin und der halbjährlich stattfindenden Tafelrunden. Wir fanden ehemalige MitschülerInnen Irmtraud Morgners, WeggefährtInnen und KollegInnen - auch ihr Sohn David Morgner war zu Gast in der Lila Villa.
In den bis heute stattgefundenen 26 Tafelrunden näherten wir uns Irmtraud Morgner auf sehr unterschiedliche Weise, immer war Christel Hartinger federführend, inspirierend und verbindend. Die Einweihung des DenkMals für Irmtraud Morgner erfolgte erst auf der großen internationalen Geburtstagsfeier zu Morgners 75. Geburtstag. Inzwischen wurde das Irmtraud Morgner Projekt – der Idee Christel Hartingers folgend – auch auf die ebenfalls 1933 geborenen Schriftstellerinnen Brigitte Reimann und Maxie Wander erweitert sowie auf die 1911 verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf.
Christel Hartinger hat mit ihrem außerordentlichen literarischen und politischen Wissen, ihrem Geschichtsbewusstsein, ihrem Organisationstalent und ihren Verbindungen in die literarische Szene für ein hohes Niveau des Irmtraud Morgner Projekts gesorgt. Sie war uns Freundin und enge Vertraute.
Wir werden sie vermissen.


Die Mitglieder des Arbeitskreises Irmtraud Morgner

 

 

 

Die 26. Tafelrunde Irmtraud Morgner fand am Samstag, den 22. Oktober 2016 in der Lila Villa statt.
Zu Gast war die Literaturwissenschaftlerin Martina Caspari. Sie las zur Rezeption Irmtraud Morgners in den USA und berichtete über ihre Erfahrung in US-amerikanischen Germanistik-Netzwerken.
Es entspann sich eine rege Diskussion zu Irmtraud Morgners Werk, zur Neuauflage ihrer Bücher und zur Notwendigkeit der Berücksichtigung Irmtraud Morgners im Schulstoff.

Die nächste Tafelrunde findet am Samstag, den 8. April 2017 ab 11 Uhr im Frauenzentrum Lila Villa statt. Unser Gast wird dann Ellen Lea Schernikau sein, die Mutter Ronald M. Schernikaus.
Er stand u.a. mit Irmtraud Morgner im Briefwechsel.

Empfohlene Literatur zum Einlesen:
„Der letzte Kommunist. Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau“, Frings. Matthias, Aufbau Verlag, 2009

„Irene Binz. Befragung“. Schernikau, Ronald M: , Rotbuch Verlag 2010

Interessierte sind zu unseren Tafelrunden stets herzlich eingeladen!